PROFIL

Woher kommen wir?

Aufbau eines Helmholtz-Clusters für nachhaltige und infrastrukturkompatible Wasserstoffwirtschaft am Forschungszentrum Jülich einschließlich Aufbau von Forschungsverwertungsketten“

So steht es im „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“, das 2020 verabschiedet wurde.  Das Ziel des Strukturstärkungsgesetzes ist es, da neue Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen und klimaschonenden Branchen und Industriezweigen zu schaffen, wo Arbeitsplätze wegfallen, weil Deutschland aus der Braunkohle als Energieträger aussteigt. Genau das ist unser Auftrag. Mitten im Rheinischen Revier, dem größten der fünf Braunkohle-Abbaugebiete in Deutschland.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Land Nordrhein-Westfalen finanzieren das Helmholtz-Cluster für nachhaltige und infrastrukturkompatible Wasserstoffwirtschaft (HC-H2) bis 2038 mit einer Fördersumme von 860 Millionen Euro. Die 860 Millionen Euro fließen auf die kommenden 16 Jahre verteilt sowohl in den Aufbau des Instituts für nachhaltige Wasserstoffwirtschaft (INW) des Forschungszentrums Jülich, als auch in das HC-H2. Das INW befindet sich aktuell im Aufbau und soll bis Ende 2023 aus vier Institutsbereichen bestehen. Die Bereiche fokussieren sich auf die unterschiedlichen Entwicklungsstadien von neuen Technologien, angefangen bei der Grundlagenforschung und dem Labormaßstab bis hin zum betriebsbereiten System. Rund 400 Mitarbeiter:innen stark soll das INW 2025 sein und danach noch weiter wachsen.

Mit den Fördergeldern werden auch die Demonstrationsprojekte betreut, die im gesamten Rheinischen Revier geplant sind. Die Zusammenarbeit des INW mit Partnern aus Forschung, Industrie und Wirtschaft findet unter dem Dach des HC-H2 statt. Hier wollen die Partner im Industriemaßstab zeigen, dass die entwickelten Technologien den erhofften Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig wirtschaftlich lukrativ sind.  Der Aufbau und der Betrieb der Demonstrationsprojekte sollen für neue Arbeitsplätze sorgen. Das ist der zweite große Verwendungszweck der Fördergelder. Mit den erfolgreichen Demonstrationsprojekten soll das Rheinische Revier zu einem weltweit sichtbaren Leuchtturm werden, mit Technologien, die anschließend überall auf der Welt einen Beitrag zur klimaschonenden Energiewirtschaft der Zukunft leisten.

Die ersten Projekte zeichnen sich konkret ab. Zum einen steht die Wärmeversorgung eines größeren Gebäudekomplexes mit Hilfe von Wasserstoff als Energieträger im Mittelpunkt. Das andere Projekt soll zeigen, wie Wasserstoff nach der Elektrolyse logistisch so optimiert wie möglich dezentral und in kleinen Margen zur Verfügung gestellt werden kann.

INW und HC-H2

Was ist was?

Das Institut für nachhaltige Wasserstoffwirtschaft (INW) des Forschungszentrums Jülich bildet den Kern des HC-H2. Es ist das jüngste der insgesamt elf Institute des Forschungszentrums und befindet sich gerade im Aufbau. Im Gegensatz zu den anderen zehn Instituten entsteht es nicht auf dem Campus des Forschungszentrums, sondern im Brainergy Park in Jülich, einem interkommunalen und innovativen Gewerbepark. Die Lage spiegelt das Selbstverständnis des Forschungszentrums Jülich wider, eine wichtige Rolle mitten im Strukturwandel zu spielen. Im INW findet die Grundlagenforschung zu dem Thema der Wasserstoffwirtschaft statt. Gleichzeitig wird von hier aus die Zusammenarbeit mit den Partnern aus Forschung, Hochschulen, Industrie und Wirtschaft koordiniert. Im HC-H2 zusammengefasst sind die Kooperationen des INW mit den Projektpartnern aus Wissenschaft, Lehre und Wirtschaft. Ziel des HC-H2 ist es, die im INW gemachte Grundlagenforschung mit Hilfe der Partner in die Anwendung zu bringen. Wir arbeiten darauf hin, dass im Fahrwasser des HC-H2 neue Arbeitsplätze entstehen, sich Firmen im Rheinischen Revier ansiedeln, Start-Ups oder Ausgründungen entstehen und mit uns an dem großen Ziel arbeiten, Wasserstoff zu einem großen Energieträger der Zukunft zu machen.

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